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Nachzucht




Paarung/ Nachzucht

Um erfolgreich nachzuzüchten ist es wichtig zu berücksichtigen aus welcher Klimazone bzw. Habitat das Tier stammt und die Klimate zu simulieren :  Regenzeit, Trockenzeit, Winter.
Die Temperaturen spielen eine besonders große Rolle und sollten eingehalten werden !
Da die Ansprüche der Arten variieren, findet ihr in den jeweiligen Artportraits nochmal detailiertere Zuchtinfos.

Poecilotheria Weibchen sind in der Regel mit  bereits 4 - 5 cm Körperlänge geschlechtsreif (adult).
Um adult zu sein, muß das Tier nicht zwangsläufig auch ausgewachsen sein !
Das geschlechtsreife Weibchen sollte in den kommenden 8 - 10 Wochen nach einer Häutung gut angefüttert werden.
Durch das vorherige Anfüttern des Weibchens wird die Gefahr verringert dass der Bock gefressen wird und ebenso ist die Dame dadurch in der Lage mehr Eier zu produzieren.
Außerdem ist sie so für die kommenden Strapazen gestärkt.

Ein paar Tage bis Wochen nachdem ein Männchen seine Geschlechtsreifehäutung hatte, wird es ein Spermanetz bauen und seine Geschlechtsteile (Bulben) am Ende der beiden Taster mit Sperma füllen.
Von diesem Netz bleibt nach Befüllen der Bulben nicht mehr als ein dünner Faden übrig, da die Männchen dieses Netz zerfetzen.
Das Lebensalter nach der Geschlechtsreife kann bis zu 1,5 Jahren betragen.

( 1.0 P. vittata beim Spermanetzbau)



Nachts laufen nun die Männchen trommelnd und klopfend, auf der Suche nach einem paarungsbereiten Weibchen durch ihr Becken.
Ist man nicht sicher ob das Weibchen ebenfalls bereit ist zur Verpaarung, kann man das Männchen in eine Dose gepackt bei die Dame ins Becken stellen und nun beobachten wie sie sich dem Partner gegenüber verhält.
Die beste Zeit für eine Verpaarung sind die Nachtstunden.
Im günstigsten Falle kann man nun das Balzritual des Paares beobachten.
Auf das zitternde, trommelnde Männchen, antwortet das Weibchen ebenfalls klopfend und leicht mit den Beinen schlagend.
Ebenfalls ist die Epigastralfurche bei paarungsbereiten Weibchen oft weit aufklaffend geöffnet.
Reagiert ein weibliches Tier nicht aggressiv auf das Männchen, kann es bis zu mehreren Monaten beim Weibchen belassen werden.
Die Ausnahme bilden P. ornata & P. vittata, die öfters mal ihre Partner verspeisen.

Eine Winterruhe simuliere ich bei fast allen Species (außer P. tigrinawesseli) NUR durch Senken der Luftfeuchtigkeit. Eine Temperaturabsenkung über mehrere Wochen, wie es oft empfohlen wird ist nicht notwendig.
Ausschlaggebend für den Kokonbau ist Wärme bzw. Anstieg von Wärme und gleichzeitig der Luftfeuchte. Das kann man mittels Heizmatten (an der Rück-, oder Seitenscheibe), durch den Standort im Zimmer oder durch Lampen erzeugen.
Zusätzlich ist es ganz nützlich bei Weibchen die kurz vor dem Kokonbau stehen, täglich ein kleines Schälchen mit warmen Wasser ins Becken zu Stellen um die Luftfeuchte besser zu erhöhen.
Durch Anheben der Luftfeuchtigkeit wird das Weibchen nach der Winterruhe (Trockenphase) zum Kokonbau stimuliert. Dies geschieht in der Regel 3 - 6 Monate nach der Verpaarung, kann allerdings bis zu einem Jahr dauern. P. metallica Weibchen bauen ihre Kokons nach ca 6 - 8 Monaten.
Ich habe schon bei fast allen Poecilotheria erlebt dass sie 2 Kokons bauen ohne weitere Verpaarung.



Hat das Weibchen nun seine Eier abgelegt, also einen Kokon gebaut, so sollte man es vermeiden das Tier zu stören. Störungen können zum Kokonfraß führen.
Das Weibchen bewacht ihren Nachwuchs nun rund um die Uhr, dreht und wendet ihn gelegentlich.
Die Entwicklungsstadien sind vom Ei zur Prälarve. Vom Prälarvenstadium schlüpfen die Jungtiere ins Larvenstadium. Hierbei bilden P. metallica, miranda, tigrinawesseli & formosa die Ausnahme. Sie durchleben eine weiteres Larvenstadium, bis sie sich dann zur Vogelspinne entwickeln.

by the way :
Männchen die ich nicht bei der Dame im Becken halte, halte ich in Fürstdosen.
Vorteile : der Behälter ist sehr platzsparend, stapelbar, steril und übersichtlich.
Ebenso ist das Einfangen der Tiere so wesentlich einfacher.

(das Weiße in den Boxen ist feuchtes Zewa)






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