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Poecilotheria



Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Vogelspinnenartige (Mygalomorphae)
Familie: Vogelspinnen (Theraphosidae)
Unterfamilie: Poecilotheriinae
Gattung: Poecilotheria
 

   
Die erste Dokumentation einer Poecilotheria erfolgte im Jahre 1734 durch den niederländerdischen Zoologen Albertus Seba nach einer Sri Lanka Reise. Er veröffentlichte sein Buch Albertus Seba's Thesaurus. Dort abgebildet Aranea maxima ceylonica, was "große Spinne aus Sri Lanka" bedeutet. Im Jahre 1804 beschrieb der französische Insektenkundler Pierre Andre´ Latreille Mygale fasciata. Durch die Revision von C. L. Koch im Jahre 1850 wurde die Gattung Mygale zu Scurria, also Scurria fasciata. 1885 wurde durch Eugene´ Simon Scurria zu Poecilotheria. Seitdem besteht die Gattung. Die letzte Poecilotheria Art wurde 2012 in Sri Lanka beschrieben (Poecilotheria rajaei). 2016 sind 14 Unterarten der Gattung beschrieben (8 Indien / 6 Sri Lanka) und eine weitere unbeschriebene "Art", P. spec. lowland aus Sri Lanka stammend. Zur Artbestimmung dienen Beinmuster des 1. und 4. Laufbeins (Unterseite), Stridulationsorgane und Spermathek/ Bulbi. P.metallica ist die einzige Art mit einer zweigeteilten Spermathek und somit zweifelsfrei zu unterscheiden. Diese Bestimmungsvarianten werden in Zukunft durch DNA Analysen ersetz und somit mit einigen neuen Erkenntnissen zum Stammbaum zu rechnen ist. Das Typusmaterial der meisten Arten liegt nun knapp 150 Jahre und länger in Alkohol eingelegt in Museen und wurden im Laufe der Jahre von vielen Wissenschaftlern untersucht. Dementsprechend ausgeblichen, zerpflückt und beschädigt sind die meisten Holotypen.

Original Abbildung aus dem Buch von 1734 Seva`s Thesasaurus -


Foto: A.Smith

Die dorsale Zeichnung ist in ihrer Farbintensität auch innerhalb einer Population sehr variabel. Bei manchen Arten tritt Geschlechtsdichromatismus auf, woran die Geschlechter recht gut und früh zu unterscheiden sind (P. ornata). Poecilotheria metallica widerrum unterscheiden sich optisch erst nach der Geschlechtsreifehäutung. Jede  Art hat aber auch ein ganz charackteristisches Merkmal, wie z.B. das helle T an der Thoraxgrube von P. tigrinawesseli. Von manchen Arten sind sogar bis zu 4 Varianten bekannt (P.vittata). Frisch gehäutete Exemplare schimmern im Licht intensiv lila.                                                                                                                                                                                                            Poecilotheria  bedeutet so viel wie buntes, wildes Tier.              
Poecilotheria =* < (gr.) poikílos (bunt,vielfältig, listig) + tò theríon (das wilde Tier).                                
   
Arten aus Indien                                 
- formosa Pocock,1899
poeci1.de/formosa.htm
- hanumavilasumica Smith,2004
poeci1.de/hanumavilasumica.htm
- metallica Pocock,1899
poeci1.de/metallica.htm

- miranda Pocock,1900
poeci1.de/miranda.htm
- regalis Pocock,1899
poeci1.de/regalis.htm
- rufilata Pocock,1899
poeci1.de/rufilata.htm

- striata Pocock,1895
poeci1.de/striata.htm

- tigrinawesseli Smith,2006
poeci1.de/tigrinawesseli.htm


Arten aus Sri Lanka

- fasciata (Latreille,1804)
poeci1.de/fasciata.htm

- ornata Pocock,1899
poeci1.de/ornata.htm
- vittata Kirk,2001
poeci1.de/vittata.htm
- smithi Kirk,1996
poeci1.de/smithi.htm

- subfusca Pocock,1895
poeci1.de/subfusca.htm
- rajaei Nanayakkara et al., 2012
poeci1.de/rajaei.htm






 
 
   
   
   
   


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